Vereinsgeschichte

 

Eine große Schützengesellschaft gegründet

 

Perbing, 7.1.1963 - Schon vor acht Tagen trafen sich im Dorfwirtshaus Salzberger über 30 Männer um in Perbing den Schießsport wieder ins Leben zu rufen.

Vor dem letzten Krieg und noch zwei Jahre nachher, war die Gesellschaft in Perbing recht aktiv.  Einige Jahre ruhte der Schießsport nun, bis sich die Idealisten zusammengefunden hatten um die Gesellschaft zu gründen.

Als 1. Vorsitzender und Schützenmeister fungierte Heinrich Mühlbauer sen. aus Badersdorf. Ihm zur Seite stand Josef Salzberger aus Kanzlöd. Den Schriftführerposten übernahm Georg Lindhuber, als Kassier war Max Lagleder tätig.  Dem Ausschuß gehörten an: Xaver Bachhuber sen. Petzenbach, Hans Salzberger, Jakob Steinbeißer und Paul Sommersperber. Als Sportwart war tätig Alois Straubinger. Am Sonntag in den frühen Nachmittagsstunden fand nun die erste Arbeitssitzung der Gesellschaft, die den Namen „Waidmannsheil Perbing" trägt im Gasthaus Salzberger statt. Eine Überraschung bot schon Schriftführer Lindhuber, der als Werber für die Gesellschaft schon an die 40 Mitglieder gewonnen hatte. Der „Senior" der Ortschaft Perbing, Ehrenpräsident des Geselligkeitsvereins, Ehrenkommandant der Feuerwehr Herr Josef Stockner, gab in einer kurzen Ansprache seiner Freude über die Wiedergründung einer Schützengesellschaft Ausdruck. Es ist erfreulich, daß der Schießsport wieder aufblühe und sich junge Menschen zusammen finden, die nicht nur dem Sport huldigen wollen, sondern damit auch den Zusammenhalt in der Ortschaft repräsentieren. Stockner gab seine Zustimmung über die erfolgte Vorstandswahl und meinte damit, mit solchen aktiven Leuten könne der Verein schon gedeihen.

 

Dann sprach der 1. Schützenmeister Heinrich Mühlbauer. Er dankte für das in ihn gesetzte Vertrauen. Spontan beschloß die Versammlung Josef Stockner zum Ehrenschützenmeister zu ernennen. Dieser dankte gerührt für diese Ehrung und bot seine beratende Mitarbeit an.  Gauschützenmeister Ludwig Zint gab über technische und organisatorische Fragen Auskunft. Es wurde in Perbing an zwei Ständen, auf die Entfernung von 10 Metern geschossen. Diese Weite entsprach auch den Vorschriften im Gaurundenwettbewerb. Schon am kommenden Samstag fand der 1. Schießabend der Gesellschaft statt. Bis dahin hoffte man, die notwendigen Einrichtungen geschaffen zu haben.

 

Auf Glück und Meister standen Preise zur Verfügung. Zum großen Anfangsschießen am 19. Januar wurden auf Glück und Meister je fünf Preise ausgesetzt. Eine Sammlung unter den anwesenden Mitgliedern erbrachte einen schönen finanziellen Erfolg, so daß auch hier ein guter Start möglich war.